Die Sprache der Bilder

Die heutige Ausgabe von brettl-im-blog bedient sich in den einzelnen Beiträgen vor allem der Aussagekraft der Bilder, die häufig stärker und beeindruckender ist als die vieler Worte und kunstvoller Formulierungen.

Der Vogelschiss der deutschen Geschichte (nach Gauland)

im Zeitraffer

Alle reden von und über das politische Desaster in Thüringen. Und jeder, der mit Geschichte zugleich einprägsame Bilder verbindet, hat sofort die Assoziation folgender historischer Blitzlichter im Sinn: Höcke gratuliert Kemmerich, Hitler, wird von Hindenburg mit Handschlag empfangen

Für brettl-im-blog war dies der Anlass, politische Analyse und die Erforschung biologische Prozesse einmal miteinander zu verbinden. Ziel war es herauszufinden, wie ein Vogelschiss abläuft, den Gauland in dem nationalsozialistischen Grauen sieht. Die einzelnen Prozessschritte konnten mit Hilfe einer Superzeitlupe sichtbar gemacht werden. Wir beschränken uns auf das erste und letzte Bild des gesamten Geschehens. Und das in zwei Varianten. In der historischen Rückschau und in der prognostizierten Zukunft.

Foto-Quellen:

  • Handschlag zwischen Hitler und Hindenburg: Tag von Potsdam – Wikipedia.de. Fotograph Theo Eisenhart von der „New York Times
  • Höcke gratuliert Kemmerich: HAZ 6.2.2020 S.2 FOTO IMAGES
  • Das zerstörte Dresden: Willy Roßner. – Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Und als Fazit – nicht humorvoll formuliert aber als Schlussfolgerung im Sinne der aufklärerischen Funktion von Satire – dauerhaft festzuhalten:

Nutzen wir die mit Mühen und Grauen gewonnene Erkenntnis, die eigentlich auch ohne Forschung und technische Hilfsmittel jedem ins Auge und in den Sinn springen müsste. Gebrauchen wir unser Hirn und damit das, wofür Deutschland in der Welt anerkannt wird. Wir sind geachtet als ein Volk der Dichter und Denker und nicht als eines der Schläger und Henker!

 

Die Welt hat Angst – vor dem neuen Virus,
Virus Demissiones

Geht von Deutschland eine Pandemie aus? Deutschland wird plötzlich von einem merkwürdigen Virus heimgesucht, das unsere Gesundheit insofern erheblich gefährdet, als er uns allen den Atem stocken lässt. Es ist der Rücktritt-Virus. In Medizinerkreisen allerdings zum Schutze der Wissensvorsprungs dieses Berufszweiges lateinisch „Virus Demissiones“ genannt. Er ist in kürzester Zeit vermehrt – auch in der mutierten Form des Amtsverzichtes – aufgetreten, so z.B. bei Annegret Kramp-Karrenbauer, dann oh Schreck bei Jürgen Klinsmann und schließlich auch noch, zur Belastung des Seelenheils oder auch –unheils vieler Gläubigen und Falschgläubigen, beim Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz Kardinal Marx. Fieberhaft ist man auf der Suche nach dem Erreger und hat schon einige Hinweise. Letzterer, also Kardinal Marx, hat dafür als einziger eine für die Bevölkerung akzeptable persönliche Begründung geliefert: Er möchte in Zukunft endlich mehr Zeit für seine Familie haben. Den anderen ist die Unterstützung ihrer Schutzbefohlenen abhandengekommen. Sollte dann noch Heidi Klum ihre Show „Germanys next Topmodell“ aufgeben, weil sich inzwischen herausgestellt hat, dass ihre schreckliche Faschingsmaske nicht aufgemalt ist, sondern die, die sie alltäglich als ihre in die Gazetten reckt, ist die gesamte deutsche Welt ins Chaos gestürzt und auch in den Teilen dieser Welt, die noch übrig bleiben. Besonders in den USA und in Großbritannien hat man riesige Angst, sich anzustecken. Das Weiße Haus wurde zur Tarnung in Olive gestrichen und die Hausnummer 10 in der Downing Street abmontiert. Der britische Schatzkanzler, der eine Nummer weiter wohnt, ist deshalb schon aus der Regierung Johnson geflüchtet.

Natürlich ist in all diesen Ländern die Nützlichkeit eines Mundschutzes erkannt. Brettl-im-blog empfiehlt sowohl Donald als auch Boris folgende besondere Ausführung:

 

Die Mehrdeutigkeit der Bilder

Seit dieses Foto in der Welt ist, streitet die Redaktion von brettl-im-blog mit sich, welches Signal von dem energische Schreiten AKKs ausgehe signalisiert es: „ich komme“ oder gerade umgekehrt „ich gehe“


Foto-Quelle: HAZ 12.06.2019 S.2

Inzwischen hat sich der Streit von selbst bzw. durch AKK selbst erledigt. Um für die Zukunft solche Missverständnisse zu vermeiden, schlägt brettl-im-blog folgende schlichte jedoch eindeutige Darstellungsweise vor. Und so brauchen wir nicht einmal eine dritte oder vierte Dimension.

 

Brettls-Bildbetrachtung

In unserem fortwährenden Bemühen, das Positive in der Satire hervorzuheben, versuchen wir, wenn es schon die „Objekte“ unsere Kritik nicht selbst können, den Bildungsgehalt dieses Genres immer wieder deutlich zu machen. Satire als Weiterbildungsinhalt und brettl-im-blog als Bildungseinrichtung, welche Chancen eröffnen sich hier für unsere Leser und Hörerinnen (oder umgekehrt). Für die regelmäßige Teilnahme an unserem Bildungsprogramm, gibt es zwei Credit Points. Allerdings erst nach einem obligatorischen Leistungsnachweis und ein solcher kann über die allzeit bekannte Bildbetrachtung oder Bildanalyse erbracht werden. Nach Wikipedia haben wir darunter „eine systematische Untersuchung, bei der das zu untersuchende Objekt, das Bild bzw. der Bildinhalt, durch die visuelle Wahrnehmung und kognitive Prozesse in einem Akt der Analyse in seine Bestandteile (Elemente) zerlegt wird, um dann in der Folge, auf Grundlage von festgelegten Kriterien, erfasst zu werden“, zu verstehen. Alles klar!? Oder nicht?

Also, es geht zunächst darum, die Informationen, die das Bild als solches enthält zu sammeln und zu sortieren. Wer dies schafft, hat bestanden, wer dann noch weitere Hintergründe beizusteuern vermag sogar mit Prädikat. Die beste Note bekommt, wer schließlich noch in der Lage ist, die Einzelteile der Informationen wieder im Sinne einer Synthese zusammenzufassen, entweder durch eine packende Überschrift oder einen Untertitel. Die allerletzte Leistungsstufe erreicht man, wenn man die Bildaussage als Nachweis von Kreativität in einen neuen Zusammenhang bringt.

Wir üben dies nun anhand des nachfolgenden Fotos und geben zugleich einen Anstoß, zu welchem Ergebnis eine solche Bildbetrachtung führen könnte.

  • Unter Anklage Stehende müssen sich nicht immer unter einen Kapuze oder hinter irgendwelchen Aktenordner verstecken.
  • Helden stehen zu Ihren Taten
  • Die beiden Angeklagten haben die auferlegten Sozialstunden genutzt und sich zu Streitschlichtern ausbilden lassen. Darauf sind sie nun sichtlich stolz.

 

Brettl-Splitter

Überraschende Wende in der Umweltpolitik der deutschen Automobilindustrie

Was niemand für möglich gehalten hat, wird wahr. Die deutschen Automobilkonzerne greifen aktiv in den Schutz der heimischen Flora ein. Sie unterstützt die Demonstranten gegen die Abholzung der Kiefernschonungen in Brandenburg. Ihr Sprecher beklagt vor allem, dass wehrlose kleine Bäumchen für ein fremdes Autowerk (Tesla) geopfert werden. Die Hersteller der deutschen Edelmarken belassen es nicht bei verbalen Beteuerungen, sondern stellen den Protestierenden in ganz Deutschland einen Shuttledienst zur Verfügung. So ist die alte Dieselflotte nach dem Grundsatz, der Zweck heiligt den Sprit, doch noch zu etwas gut.

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