SatirSpiegel im brettl-Format vom 14. Dezember 2017

So verwirrend wie in den letzten drei Wochen war die politische Landschaft noch nie seit der Gründung der Bundesrepublik. Ganz Deutschland war durcheinander, weil es nicht durcheinander sein darf. Die Welt schaute besorgt auf uns, wie auf den Untermann einer Akrobatentruppe, der einen Schnupfen bekommen hat. Was passiert, wenn er beim nächsten Auftritt niest?

Als schnell wirkendes Allheilmittel wird die politische Breitbandtherapie der Großen Koalition empfohlen, ohne in Betracht zu ziehen, dass dadurch gefährliche Resistenzen erzeugt werden können. Eine GroKo aus der Not geboren, wäre allerdings auch ganz im persönlichen Interesse der Protagonisten, wie Klaus Stuttmann es in seiner Karikatur verdeutlicht.

Quelle: https://www.stuttmann-karikaturen.de/     24.11.2017

 

An dieser Stelle möchten wir – im Sinne des Kleingedrucktes (als „Geschäftsbedingung“ von Satire) – auf folgende Frage eingehen: Was vermögen in diesem Metier eigentlich Karikaturen? Man kann dies einigermaßen durch die Unterscheidung in weniger gelungene von gelungenen Karikaturen verdeutlichen. Bei weniger gelungenen Beispielen versucht der Karikaturist, irgendwie ein Thema aufzugreifen und es mit Hilfe zeichnerischer Mittel abbilden. Damit deutlich wird, was damit gemeint ist, werden den abgebildeten Personen gerne Zettel angeheftet oder irgendwelche andere Beschriftungen angebracht, die zur Identifizierung der Figuren und auch der dargestellten Themen beitragen sollen. Was an Leistung bleibt ist die Feststellung, das Thema einigermaßen getroffen zu haben. Das hat in der Schule gemeinhin noch wenigstens zu einem „ausreichend“ gereicht.

Gute und sehr gute Karikaturen brauchen solche erklärende Ergänzungen nicht. Die Figuren und auch die Themen erscheinen gut getroffen und darüber hinaus verdeutlichen sie pointiert eine reflektierende Botschaft, die weit über den bloßen Effekt der thematischen und personellen Identifizierung hinaus geht.

Einer, der dies kann, ist eindeutig Klaus Stuttmann, der uns, auf unsere Bitte hin, erlaubt hat, seine Werke in brettl-im-blog abzubilden; vorausgesetzt, wir verweisen auf die Quelle im Internet. Die Leser unseres Blogs sind hiermit Zeugen, dass wir dies tun.

 

Die Diskussion um eine GroKo würde nie geführt, wenn nicht die Sondierungen zu einer politischen Reise nach Jamaika gescheitert wären. Einer der Reisepartner hat die Sondierung kurzfristig storniert. Dieses Ereignis und die daraus entstandenen Irritationen hat brettl-im-blog versucht, in angemessener Weise zu verarbeiten und lädt seine Leser und Hörer dazu ein, sich auf diese Form mitfühlend einzulassen.

 

 

Das Wort zum politischen Sonntag

spricht heute der Blog-Pfarrer DoLoSchae aus Hannover

Liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Gemeinde, liebe Follower,

Ich erinnere mich noch genau. Es war der 20. November, morgens beim Frühstück, da fragte mein kleiner Sohn:

„Papa, wenn der Lindner die Merkel und all die anderen in Berlin nicht mehr mag, gibt es dann Krieg?“

Anscheinend hatte er vom Scheitern der Jamaika Sondierungen und den darauf folgenden aufgeregten Reaktionen erfahren. Woher, weiß ich nicht genau. Doch darauf kam es an diesem Morgen nicht an. Es ging darum, einem Kind die Angst zu nehmen und das Vertrauen nicht nur in Gott nicht zu verlieren, sondern auch in uns Erwachsene, die wir das Geschehen in dieser Welt in Gottes Sinne zu gestalten haben.

Nein, mein Sohn, tröstete ich ihn und nahm ihn in meine Arme. Nur langsam schien sich seine Anspannung zu lösen, die in seinem kleinen Körper zu spüren war.

„Aber warum sind dann alle so aufgeregt?“
„Na, ja Menschenwerk gelingt nicht immer.“

„Aber Merkel und ihre Partei sind doch richtig christlich?“
„Ja, mein Sohn, sie nennen sich so, aber auch Christen machen Fehler, deshalb hat Gott seinen Sohn gesandt, unsere Sünden auf sich zu nehmen.“

„Auch die von Lindner? Der ist doch kein Christ, der ist doch frei davon.“
„Das weiß ich nicht und kann es auch nicht sagen, ob er ein Christ ist und ob seine Sünden überhaupt vergeben werden. Das weiß nur Gott allein.“

„Auch nicht die Meinungsforscher?“
„Gott, hat keine Meinung nach der man forschen kann, Gott hat Willen.“

„Aber wen will er denn nun bei uns an der Regierung haben?“
„Gott, mein Sohn denkt nicht in Parteien, aber ich denke, er sieht es mit Wohlwollen, wenn wir Demokraten sind und uns auch so verhalten.“

„Dann darf er aber den Lindner nicht mehr mögen.“
„Das weiß ich nicht, aber Gott vergibt auch den Sündern.“

„Aber Hexen und Ketzer, die wurden doch verbrannt. War das nicht richtig?“
„Mein Sohn, das ist aber eine ganz andere Frage.“

„Ist Lindner nun ein Ketzer und seine Generalsekretärin eine Hexe?“
„Aber mein Sohn, wo hast du denn das her. Wie heißt es doch in der Bibel, wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“

„Aber wenn nun die Merkel nicht mehr die Mehrheit hat, sind wir dann nicht mehr demokratisch?“

Liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Gemeinde, liebe Follower: Wie sagt der Volksmund so schön: Kindermund tut Wahrheit kund. Wahrheit erfährt man nicht nur aus klugen Antworten, sondern vor allem auch aus klugen Fragen, so wie sie eben aus einem Kindermund kommen. Wir müssen uns nur darauf einlassen. Ich habe es versucht und angeregt durch meinen Kleinen lange nachgedacht und auch nachgelesen. Die bewegende Frage lautet: sind wir nicht mehr demokratisch?

„Nein, mein Sohn,“ würde ich ihm später sagen, wenn er schon mehr weiß und nochmals danach fragt. „Wenn Merkel nicht mehr die sichere Mehrheit hat, könnte sogar das Gegenteil daraus werden, es wird möglicherweise demokratischer.“

Mir ist bewusst geworden, dass in den vergangen Jahrzehnten bei uns einiges nicht richtig gelaufen ist. Eine Demokratie lebt von der Gewaltenteilung. Man passt aufeinander auf. Die einen, das Parlament, machen die Gesetze, die anderen die Regierung setzt sie um und die Gerichte schauen, ob alles richtig ist.

Nun hat vor allem die Regierung sich dies inzwischen erleichtert. Sie sichert sich ab, dass das im Parlament beschlossen wird, was sie umsetzen soll, indem sie sich dort auf eine Mehrheit stützt.

Dann kontrolliert das Parlament ja nicht mehr die Regierung. Das ist aber nicht mehr demokratisch, könnte man dann einwenden und man müsste diesen Einwand ernst nehmen. Richtig, müsste ich zugeben, aber dafür erleichtert es vieles. Heißt das aber nicht auch, dass Demokratie nicht leicht sei? Heißt es dann aber nicht auch, dass alles demokratischer wird, wenn die Regierung nicht mehr weiß, ob sie eine Mehrheit im Parlament hat? Im Grunde genommen ja, aber auch schwieriger.

Und mein kleiner Sohn könnte dann wie anfänglich fragen, ober da der liebe Gott nicht helfen könnte, vor allem den christlichen Politikern? Und ich müsste dann sagen: Ich glaube, dies ist nicht das, was Gott will. Und was Gott will, erkennen wir weder in Parteiprogrammen noch in Gesetzen. Hier müssen wir dem Buch der Bücher unser Vertrauen schenken. Und dieses Vertrauen kommt in Psalm 37,5 zum Ausdruck. Diesen möchte ich Ihnen, lieber Hörerinnen und Hörer und liebe Follower, heute genauso wie meinem Sohn damals ans Herz lege.

Befiehl dem Herrn, deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen. Oder er wird’s wohl machen

Nun denn, in Gottes Ohr.

 

brettl-im-blog will sich jedoch nicht auf das Wehklagen über das Scheitern von Jamaika beschränken, sondern nach dem Gründen zu fragen, die weit über das persönliche Empfinden eines Politik-Verkäufers hinaus gehen. In der Tradition der grundsätzlichen Kritik der Spät-Achtundsechziger kann das Scheitern nur strukturelle Ursachen haben. Wir scheuen uns nicht, diese aufzuzeigen. Den Verdacht, wir verstecken dahinter einen bürgerlichen Bildungsauftrag, um vielleicht dadurch später öffentliche Mittel aus dem Kultus- oder Wissenschaftshaushalt zu erhalten, weist brettl-im-blog mit Entschiedenheit zurück. Dies allerdings verbunden mit der Bitte um Informationen, an welche Stelle man sich in solch einem Falle garantiert nicht wenden sollte.

Die Ergebnisse unserer Recherchen zu den strukturellen Ursachen für das, was wir gegenwärtig als potenzielle Regierungskrise bezeichnen, haben wir in einer Vorlesungsreihe zusammengefasst, aus der wir heute einen ersten Beitrag referieren.

 

 

brettl-im-blog aus seiner populärwissenschaftlichen Vorlesungsreihe

„Der Mensch als politisches Unwesen.“

Heute zum Thema: Deutschland im Würgegriff der Volkstribune

 

Satire hat eine hohe Bandbreite oder vielleicht besser ausgedrückt, eine große „Bandhöhe“. Sie reicht vom Wühlen im Dreck bis zu einer arroganten Sicht von oben aus dem Helikopter herab. Vom Aufdecken eines Blättchens am Boden, um den Mist sichtbar zu machen, den andere produziert und dann versucht haben, ihn zu verbergen, bis zu einer distanziert oder sogar abgehobenen Sicht auf das Geschehen da unten auf dieser Erde und dem Bemühen, dies irgendwie mit Hilfe von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erklären. Sie reicht vom Aufzeigen der Tricks eines Herrn Lindners, das Scheitern der Sondierungsgespräche zu inszenieren, und die Begründung mit der somit hohlen Formel „Lieber nicht regieren als falsch regieren“ schon Tage zuvor vorbereitet zu haben, bis hin zu der Suche nach den Motiven, die Menschen, und hier vor allem Politiker, veranlassen, auf eine gewisse Weise zu handeln.

Wir wählen im folgenden Beitrag die letzte Variante und laden Sie heute zu einem Vortrag für potenzielle politische Entscheider ein. Er trägt den provozierenden Titel: Im Würgegriff der Volkstribunen. Möglicherweise ist eine abgehobene Betrachtungsweise einer der letzten Versuche der kritischen Auseinandersetzung, der uns noch übrig bleibt. Satire als akademische Vorlesung, eine wenigstens hoffentlich interessante Variante.

Meine Damen und Herren, erinnern Sie sich bitte an ein, zwei oder vielleicht mehrere öffentliche Diskussionen, in denen es um den Austausch von Positionen zu irgendeinem Thema ging, das wir der Politik zuordnen. Es kann das Thema des Individualverkehrs, der Energieversorgung, des Gesundheitssystem oder sogar auch der Aufnahme von Flüchtlingen oder etwas ganz anderes sein. Beobachten Sie einmal in Gedanken, wie sich diejenigen verhielten, die gerade einen Redebeitrag von sich gegeben haben. Typisch ist der Blick in die Runde der anderen, aber in der Regel bleibt er nicht bei denen haften, die man überzeugen will, sondern eher bei denen, aus deren Lager man kommt. Es ist der Beifall heischende Blick hin zu den Gesinnungsgenossen mit der mehr oder weniger verhohlenen Bitte um Anerkennung, wie gut man die Position des eigenen Lagers verteidigt habe. „Der hat uns aber toll und schlagkräftig vertreten“ als Resümee, ist die beste Auszeichnung, die man erwarten konnte. Dies zählt mehr als vielleicht die Tatsache, dass man seinen Gesinnungsgegner ins Wanken oder wenigstens zum Nachdenken gebracht hat. Ein ebenso widersprüchliches merkwürdiges Phänomen, das aber mit Hilfe der Psychologie erklärbar ist.

Zum einen erklärt die Motivationspsychologie, wie bedeutend das Bedürfnis der Zugehörigkeit zu einer Gruppe für einen Menschen ist und darauf aufbauend wie labend es ist, in dieser Gruppe Anerkennung zu finden. Also, haben wir damit eine erste Spur der Erklärung.

Friedrich Glasl, ein österreichischer Konfliktforscher von internationalem Rang, zeigt, dass es bei unseren abendländisch alpenländischen Nachbarn auch kluge Köpfe gibt und nicht nur Kurz und noch Kürzere, die diesen wählen. Glasl thematisiert unterschiedliche Varianten, eine Gruppe nach außen zu repräsentieren. Es gibt den Volkstribunen, der lautstark Parolen brüllend und das Schwert schwingend vor der Gruppe herläuft, im Grunde aber ein von der Menge Getriebener ist, der im Falle seines Umfallens gemeuchelt wird. Er ist nicht wie der Senator, der zwar eine Heimat hat und von seinen Leuten die Legitimation für ein repräsentatives Amt erhielt, aber nicht unter dem Zwang steht, vor allem Vertreter der Interessen derer zu sein, die ihm das Mandat gegeben haben. Er hat den Auftrag, im Sinne des Gemeinwohls zu entscheiden, auch wenn dies möglicherweise gegen seine politische Heimat geschieht. Eine Rolle, die man in einem repräsentativen Staat eigentlich Abgeordneten zuschreiben möchte, die heute aber in Deutschland eher in dem „heiligen Amt“ des Bundespräsidenten verortet scheint.

Dann gibt es noch den Typus König im Exil. Er steht einer Gruppe vor, deren Vertretung eigentlich auf eine ideologische Ersatzfunktion beschränkt ist, nach dem Motto, wenn ich und meine Gruppe etwas zu sagen hätten, dann… Eine Rolle, die in Deutschland nun schon über Jahrzehnte fast lupenrein die Partei „Die Linke“ vertritt. Wenn man es jedoch rhetorisch so geschickt macht, wie es z.B. Gregor Gisy tut, bereitet dies wenigstens intellektuellen Genuss.

Sehen wir einmal von dem Sonderfall Christian Lindner ab, der als Marketingchef sein eigenes Produkt vertreibt und zwar sich selbst und dabei die Partei FDP, lediglich als seinen Vertriebsweg nutzt, ist der am weitesten verbreitete Typus unter den politischen Führungsspitzen in Deutschland der Volkstribun. Er, der Volkstribun, meint, er ziehe mit seiner gesamten Energie seine jeweilige Partei hinter sich her und ist letztlich doch nur, wie schon dargestellt, ihr Getriebener. Er ist derjenige, der meint, er führe eine Gefolgschaft an, wird aber letztlich von der Meute nach vorne gedrängt. Flüchtet er dann vor dem Feinde, wird er, wie schon beschrieben, rücksichtslos gemeuchelt. Die Geschichte ist voll von Gemeuchelten. Hinter jedem Seehofer steht ein potenzieller Söder und hinter diesem möglicherweise ein Dobrindt und dahinter vielleicht schon ein Scheuer. Die Gemeuchelten unterscheiden sich dann letztlich nur dadurch, ob ihnen zur vordergründigen Wiedergutmachung noch ein Denkmal gesetzt wird oder, ob sie außerhalb der Friedhofsmauern begraben und damit ausgesetzt werden. Insofern ist der Blick in Richtung des eigenen Lagers die Rückversicherung, ob das eigene Überleben noch garantiert bleibt.

Gerade die sozialen Medien sind es, die gegenwärtig dieses Verhalten einerseits erleichtern und andererseits in ihrer schädlichen Wirkung noch verstärken. Da werden Posts und Tweeds in einer Geschwindigkeit produziert, die den Rückhalt unter den Freunden sichern und auch die eigenen Helden-Beiträge verbreiten solle. Was verloren geht, ist dabei die Vertrauensbasis unter denen, die gerade vor Ort und Stelle konkret verhandeln. Wer verhandelt, muss die Denkverbote überwinden, die ihm die eigenen Leute so gerne aufbürden. Wer verhandelt, muss in der Lage sein, Positionen aufzugeben und nach Interessen zu fragen, die hinter diesen stehen und danach, ob Gemeinsamkeiten mit dem Gegenüber zu finden sind. Dies gelingt nur, wenn im Hier und Jetzt eine neue Vertrauensbasis für den gegenseitigen Austausch gefunden wird. Dazu ist auch das gegenseitige Offenlegen von eher sagen wir „intimen“ politischen Sachverhalten und Motiven erforderlich. Wer dem kurzfristigen Verlangen nicht widerstehen kann, solche intimen Details als Indiskretionen nach außen zu tragen, ein Reiz, der gerade durch die millionenfache Verbreitung, die die sozialen Medien ermöglichen, erleichtert wird, verletzt das beim Verhandeln erforderliches Vertrauen. Ein Scheitern ist die geradezu notwendige Folge. Vielleicht wird letztendlich als Begründung angeführt, man hätte sein Gesicht wahren müssen. Da bleibt dem Satiriker nur noch die Frage, welches Gesicht ist es denn wert ist, mit solchen Mitteln bewahrt zu werden. Na ja, Lindner hat ja einiges in sein Gesicht investiert bzw. auf dessen Abdeckung. Die Bundesrepublik Deutschland in Bewegung zu bringen, braucht mehr als eine Haarverpflanzung und mehr als eine neue Fotostrategie, die nicht zufällig in Schwarz-Weiß daherkommt.

Da hatte es der Martin Schulz zunächst einmal wesentlich leichter; wie gesagt zunächst! Er konnte sich mannhaft vor seine beleidigte Partei stellen und entschieden verkünden, mit den Schwarzen nicht wieder zusammen regieren zu wollen. Sekundiert wurde er von Andrea Nahles, die noch in schwarzem ministeriablen Gewande schon in forsch-fröhlicher Waschweib-Manier drohte, ab „morgen kriegen sie in die Fresse“. Beide konnten sich dabei der Gefolgschaft ihrer Genossen sicher sein.

Dieser Sicherheit wurden sie aber plötzlich beraubt, als man sie dann angesichts einer funktionierenden Alternative an ihre staatstragende Rolle erinnerte. Wie bekommt man die dann erforderliche Wende hin, ohne einen Aufruhr zu verursachen?? Das ist die große Frage. Und wenn die SPD-Spitze zu Weihnachten nur einen Wunsch frei hätte, würde sie sich einen ganzen Sack voll Argumente oder vielleicht nur das eine schlagkräftige wünschen, mit der sie sich vor der Gefahr schützen könnte, gemeuchelt zu werden.

Dabei findet die Auseinandersetzung über unsere Zukunft als Demokratie auf einem ganz anderen Feld statt als auf der eines von der Scheidung bedrohten langjährigen politischen Paares, mit dem Doppelnamen Gro-Ko. Im Schatten dieses Ehestreites tummelt sich die neue Rechte, und droht trotz eigener Querelen an Bedeutung zuzunehmen.

Insofern ist die Gefahr nicht von der Hand zu weisen, dass wir Weihnachten irgendwann in einer neuen Form feiern und symbolisieren, wie es der Karikaturist Martin Perscheid befürchtet.

Quelle: https://de-de.facebook.com/Perscheids-Abgründe-651578681569164

 

Mit dieser Warnmeldung wünscht brettl-im-blog ein besinnliches Weihnachten. Allerdings vorausgesetzt, dass wir besinnlich nicht als rührseliges Beduselt Sein, verstehen, sondern als nachdenklich und nach dem Sinn fragend. Und hier trifft sich unser Weihnachtswunsch durchaus mit dem Ziel von Satire.

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